Berlin (dpa) - Die angeblichen anzüglichen Äußerungen von FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle zu einer "Stern"-Mitarbeiterin waren nach Darstellung des Blattes kein Einzelfall. Die Autorin Laura Himmelreich habe den FDP-Politiker ein Jahr lang immer wieder begleitet und dabei die Erfahrung gemacht, dass Brüderle fast bei jeder Begegnung ähnliche Bemerkungen gemacht habe, sagte "Stern"-Chefredakteur Thomas Osterkorn in der ARD. Brüderle hatte gestern in Düsseldorf bei seinem ersten öffentlichen Auftritt nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe eisern geschwiegen.

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... wenn es mir zu wider ist, dass jemand meine körperlichen Vorzüge immer wieder lobt, dann bleibe ich von diesem ungehobelten Klotz weit weg ...
... wenn es mir zu wider ist, dass jemand meine körperlichen Vorzüge immer wieder lobt, dann renne ich dem nicht ein Jahr lang hinterher ...
... hier stinkt es gewaltig ...

... Inge Meysel würde sich sich im Grabe umdrehen, wenn Sie erführe, welche Postille sich da echauffiert ...

DIE STERN-KLAGE - Frauen kämpfen um ihre Menschenwürde

Hamburger Landgericht, 14. Juli. Eigentlich hatte Richter Engelschall den Prozess auf 11 Uhr festgesetzt - und dafür eine Viertelstunde Zeit eingeplant, dann stand der nächste Termin an. Unsere Anwältin schaffte es, dem Richter begreiflich zu machen, dass das wohl ein wenig knapp wäre. Neuer Termin: 14 Uhr. Doch die Fehleinschätzungen hielten an ...

... Schließlich wird der Prozess, der hier verhandelt werden sollte, Geschichte machen - wie immer er ausgeht. Pressegeschichte und Frauengeschichte. Denn zum allerersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik, ja wahrscheinlich zum allerersten Mal überhaupt, erheben Frauen Klage vor Gericht, um sich vor Titelbildern zu schützen, die sie auf eine demütigende und erniedrigende Art und Weise darstellen ...

... "Allein der Blick auf die Thematik und den Anzeigenteil der Zeitschrift ,Emma', um die sich die Klägerinnen gruppieren, wird das Gericht überzeugen, dass wir es hier mit einer ganz bestimmten Gruppe von Frauen zu tun haben, die in ihrem Verhältnis zum Mann anders reagieren als die überwältigende Mehrzahl der übrigen Frauen. Da es zu den journalistischen Grundsätzen der Beklagten gehört, das Recht der Minderheiten zu wahren, darf dieser Hinweis in keiner Weise diffamierend verstanden werden - er dient ausschließlich der notwendigen Abgrenzung der Klägerin von der Gesamtheit aller Frauen, für die zu sprechen sie vorgeben."

Hört, hört. Hier noch eine Kostprobe, weil man besser gar nicht zeigen kann, wes Geistes Kind diese Herren, die da so beleidigt tun, in Wahrheit sind: Da steht als letzter Satz:

"Mehr als ein Publizitätsrummel wird diese Klage den Klägerinnen und EMMA also nicht bringen - aber wenn dieser Rummel die Auflage von EMMA fördert, so soll es den Beklagten und all den Frauen recht sein, die nicht beleidigt sind, wenn es Männer sind, die sie begehren." (Am besten zweimal lesen!) ...

http://www.emma.de/ressorts/artikel/stern-prozess/die-stern-klage/

... die Bananenrepublik ... und ihre Meinungsmacher